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30.09.2021 - Veronika Heberl erhält Bürgermedaille
Viele kennen sie vermutlich, weil Sie ein ganz ganz leckeres Hobby pflegt und damit wohl den Meisten von uns, bei den verschiedensten Gelegenheiten, das Leben schon versüßt hat: als herausragende Bäckerin und Konditorin! Dabei ist die Auswahl meist ebenso erstaunlich wie das bestechende Aussehen und der perfekte Geschmack. Man kann sich kaum vorstellen, dass solch ein Angebot in einem Haushalt am heimischen Herd entstehen kann. Aber: es kann! Weil Sie es kann!
Erleben dürfen wir die Kunstwerke von Veronika Heberl beispielsweise immer beim Tag der offenen Tür in der Gärtnerei Roßbacher. Hier ist es für viele Pflanzenfreunde längst selbstverständlich geworden, dass beim Besuch auch die süße Leckerei für den Nachmittagskaffee gleich mit gekauft wird. Und nicht selten vernimmt man – neben dem Erstaunen über das Angebot – den Wunsch, dass es eine solche Auswahl doch häufiger geben sollte.
Angefangen hat alles mit einem Buch über Kuchen und Torten, das Veronika Heberl vor rund 30 Jahren entdeckte. Seinerzeit haben sie nicht nur die verführerischen Leckereien in den Bann gezogen, sondern auch die Tatsache, dass von dem Verkaufspreis des Buches 13 DM an die Kinderkrebshilfe in Lappersdorf und Dingolfing gespendet werden. Mit einer Arbeitskollegin zusammen bestellte sie zwei Exemplare - ohne zu ahnen, was daraus entstehen kann und dass nicht nur süße Genüsse süchtig machen können, sondern auch der Buchverkauf.
Sofort fand sie nicht nur Gefallen an der Lektüre, sondern auch an der Idee mit dem Spendenbeitrag, weshalb Veronika Heberl in Ihrem Umfeld regelmäßig begeistert davon erzählte. Die nächste Bestellung belief sich dann schon auf 10 Bücher und ziemlich schnell wurden die Mengen noch deutlich größer: letztlich verkaufte sie über 23 Jahre hinweg verschie-dene Lektüren über das Backen. Immer mit dem Ziel, dadurch möglichst viele Spenden einzusammeln. In Bestzeiten waren es unglaubliche 1.500 Bücher pro Jahr!
Da nimmt solch eine Tätigkeit schnell einen erheblichen Teil der Freizeit in Anspruch und schon die Logistik wird zur echten Herausforderung. Regelmäßig hat sie die Werke in Regensburg selbst abgeholt und über Jahre hinweg in Sulzbach-Rosenberg und Kirchenthumbach auch Abholstellen betrieben. Eine Herausforderung, die ohne die enorme Unterstützung ihres Gatten Karl und ihrer Tochter Marion nicht möglich gewesen wäre, wie Veronika Heberl immer wichtig ist zu betonen.
Eingesammelt haben sie auf diese Weise sage und schreibe rund 120.000 € an Spendengeldern, die allesamt an die Kinderkrebshilfe überwiesen wurden. Und eindrucksvoll ist auch, was aus solch einem Engagement entstehen kann: Für mehr als 3 Mio. € konnte, neben der St.-Hedwig-Klinik in Regensburg, eine alte Villa erworben und saniert und damit für Eltern kranker Kinder eine kostenlose Übernach-tungsmöglichkeit geschaffen werden.
Dies ist aber nur das eindrucksvolle Resultat, das Veronika Heberl als Buchhändlerin erwirtschaftet hat. Ihr Spendenaufkommen, das sie mit Backen erarbeitet hat, ist nicht weniger bemerkenswert und genauso unglaublich klingen auch die Mengen, die dabei eingesetzt werden. 4 Jahre betrieb Veronika Heberl einen eigenen Stand beim Weihnachts-markt und verkaufte dort jedes Mal rund 1,5 Zentner Plätzchen, 60 Kuchen oder 450 Lebkuchen. Wohlgemerkt: zusammen! Und alles selbst gebacken!
So, wie auch am Tag der offenen Tür bei der Gärtnerei Roßbacher. Seit 27 Jahren bietet Sie hier ihre selbst gemachten Leckereien an und verkauft an solchen Tagen etwa 30 Torten neben 200 Kücheln, mehreren Nußzöpfen und Nußecken oder Sahnerollen. Und aller Aufwand über die Jahre hinweg hatte wieder nur dieses eine Ziel: Spenden erwirtschaften! Dies ist auch hier perfekt gelungen: Aus diesen Backaktionen konnte sie bislang zusätzlich rund stattliche 40.000 € erwirtschaften. Nachdem der Verein in Dingolfing zwischenzeitlich aufgelöst wurde, gingen die Spenden an die Kinderkrebshilfe Amberg. Und auch in Bezug auf diese Aktionen betont Veronika Heberl immer, dass dies nur durch ihren Karl, die Hilfe ihrer Marion und die Familie Roßbacher möglich gewesen ist.
Diese langjährigen Aktivitäten und die damit erarbeiteten Spenden-beiträge sind ein wahrlich beeindruckender Beleg für ihren außerge-wöhnlichen Gemeinsinn. Da ist es fast zwangsläufig, dass sie diesen auch in die Dorfgemeinschaft einbringt, gerade dann, wenn die Betätigungsfelder vor der eigenen Haustüre liegen. So hat Veronika Heberl mehr als 15 Jahre hinweg federführend auch die Betreuung des Dorfzentrums Welluck übernommen. So gut wie täglich hat sie sich dabei gekümmert: von der Organisation der Belegung, dem Aufdrehen der Heizung für Versammlungen, das regelmäßige Putzen des Gebäudes, die Pflege der Anlage und kleinere Reparaturen bis hin zum Beziehen der gesamten Bestuhlung reichten ihre Aktivitäten. Natürlich hatte sie auch dabei ihren Karl – und wie sie selbst betont - bei größeren Aktionen immer wertvolle Helfer.
Eine dieser Gruppen koordiniert sie insbesondere zur Osterzeit immer wieder – beim Basteln der wunderbaren Osterbrunnen, die unser Dorfzentrum seit Jahrzehnten für einige Wochen zieren. Mit dem Frauenkreis Welluck und etwa 2.500, von den Frauen eindrucksvoll bemalten Eiern, schafft sie Jahr für Jahr neue, kreative Formationen, die unser Dorfzentrum in Welluck schmücken. Ganz zurecht wurden diese Werke auch mehrfach auf Landkreisebene mit höchsten Auszeichnungen bewertet und als ausgesprochen sehenswert beurteilt, so dass regelmäßig Busse in Welluck Halt machten um die Osterbrunnen zu bestaunen. Und natürlich wurden die Besucher bewirtet: mit leckeren Torten und Kuchen aus der Backstube von Veronika Heberl und ihren Mitstreiterinnen im Frauenkreis.
Wie wir heute schon gehört haben, wurde 1997 die Kapelle „Zur heiligen Familie“ in Welluck eingeweiht und selbstverständlich ist Veronika Heberl auch diese ganz schnell zur Herzensangelegenheit geworden. Aufgrund der direkten Nachbarschaft stellte sich für sie die Frage erst gar nicht, wer sich um Auf- und Zusperren, das Putzen oder um den Blumenschmuck des schönen Gotteshauses kümmert. Bereitwillig hat sie das – wie sie betont: gemeinsam mit ihrem Karl – gerne übernommen und mittlerweile auch jahrzehntelang erledigt. Dabei hat sie den Blumenschmuck auch oft noch aus eigener Tasche bestritten.
Und um Blumen kümmert sie sich auch in anderer Weise – natürlich ebenfalls seit Jahrzehnten: Als Pflegepartnerin der Stadt Auerbach gießt sie die Pflanzungen am Dorfzentrum verlässlich und in heißen Perioden auch täglich.
Dabei scheint es aufgrund ihres vielfältigen Engagements im Dorf ganz selbstverständlich, dass sie auch an den drei Tagen im Jahr intensiv mitarbeitet, an denen sich Welluck im Ausnahmezustand befindet: die Gmoikirwa. Ihre Aufgabe dabei ist eine Bewährte: Kuchen backen - Ausbuttern - Brotzeiten anrichten und damit, uns allen kulinarische Genüsse zu bereiten!

All diese freiwilligen, uneigennützigen und hilfreichen Tätigkeiten sind für sich schon ein wertvoller Beitrag für Gemeinsinn und Gesellschaft. Zusammengenommen sind sie eine vorbildliche ehrenamtliche Lebensleistung, die wahrlich beeindruckt.

Deshalb war sich der Stadtrat schnell und geschlossen einig, wer die Empfängerin der Bürgermedaille der Stadt Auerbach für das Jahr 2019 sein soll.
Im Namen des gesamten Stadtrates und auch unserer Bürgerinnen und Bürger von Auerbach danke ich Dir, liebe Veronika, von Herzen für Dein bemerkenswertes Engagement und Deine Einsatzbereitschaft für das Gemeinwohl. Ich freue mich, Dich heute dafür mit unserer Bürger-medaille auszeichnen zu dürfen!



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