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18.07.2022 - JHV und Verabschiedung im museum34
Im vierten Anlauf nach der Corona-Pause konnte der Förderverein museum34 endlich seine Jahreshauptversammlung abhalten. Erster Vorsitzender Joachim Neuß erklärte, dass die vergangenen zwei Jahre auch für die Kultur eine schwierige Zeit waren. Während keine Mitgliederversammlungen oder Sitzungen stattfinden konnten, wurde dennoch hinter den Kulissen fleißig gearbeitet. Die Museumsleiterin, Marion Ringl, habe inzwischen ein Netzwerk weit über Auerbach hinaus aufgebaut und zwei Sonderausstellungen organisiert. Die Aktualisierung der Dauerausstellung, die zuerst monatlich, dann im Zwei-Monats-Rhythmus erfolgte, wurde nicht weiterverfolgt, soll aber wieder aufgenommen werden. Sowohl Marion Ringl als auch Doris Bundscherer seien aufmerksame Beobachter von Internet-Angeboten. Deshalb konnten zwei weitere Henfling-Bilder erworben werden. Außerdem erfolgte im Mai 2022 der Ankauf eines fünften Auerbacher Pfennigs. Im Berichtszeitraum war ein stetiger Anstieg an überlassenen Objekten aus der Bevölkerung zu bemerken und daraus ergab sich ein steigender Bedarf an Lagerraum, der glücklicherweise auf der Neumühle angemietet werden konnte. Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs schafften den Umzug auf dem kleinen Dienstweg, so der Vorsitzende Neuß. Er würdigt die intensiven Hintergrund-Aktivitäten wie Sichtung und Sortierung, die fachliche Begutachtung und akribische Archivierung und Dokumentation und den großen Zeit- und Organisationsaufwand.

Großes Lob gab es für das Stadtarchiv mit seiner Leiterin Doris Bundscherer: Kreisarchivpfleger, Dr. Markus Lommer aus Sulzbach-Rosenberg hatte dieses begutachtet und sprach Bundscherer und Mitarbeiterin Christine Neumüller seine Gratulation für deren so wörtlich „sehr kompetentes und beispielhaftes Engagement“ aus. Das Auerbacher Stadtarchiv dient auch als Musterarchiv für das geplante Archiv der FrankenPfalz-Gemeinden. Sehr erfreut zeigte sich Joachim Neuß, dass im Berichtszeitraum die Transkription weiterer Bände der Köstler-Chronik erfolgt ist.

Museumsleiterin Marion Ringl ließ in ihrem Bericht die beiden Sonderausstellungen noch einmal Revue passieren. Derzeit läuft noch die Ausstellung „Wirtschaftswunderjahre – Aufbruch in goldene Zeiten“ eine realitätsgetreue Nachbildung des Lebens in der Nachkriegszeit. Sie stößt noch immer auf großes Interesse bei der Bevölkerung. Für die Zukunft sind bereits vier Ausstellungen für die nächsten zwei Jahre geplant. Die nächste Sonderausstellung ist bereits unter Dach und Fach und soll im Oktober eröffnet werden. Ringl berichtet, dass am „Sommer in der Stadt“-Wochenende kurzfristig Führungen organisiert wurden und das museum34, das Lodes-Museum mit dem Stadtmodell sowie das Archiv gut frequentiert waren. Sie bedankte sich bei Alfred Graf, Josef Schaller, Georg Büttner und besonders bei Rudolf Weber für die Unterstützung an den beiden Tagen. Stark nachgefragt waren auch die Kirchturmführungen durch Anton Lord.

Covidbedingt war das Bürgerhaus von Mitte März 2020 bis Anfang Mai 2022 insgesamt über 17 Monate geschlossen. Die drei Schließperioden wurden genutzt, um die im Dachboden des museums34 befindlichen Exponate auf die Stockwerke zu verteilen, zu sichten, neu zu sortieren und zu erfassen. Rund 150 geeignete Boxen mit Rollen wurden hierfür angeschafft. Dank der Mithilfe von Melanie Thumbeck gelang diese Aufgabe in 15 Monaten.

Trotz Corona gab es Führungen, jedoch mit abgespeckter Teilnehmerzahl. Darunter waren fünf Schulklassen. Besonderen Anklang fanden historische Waschstunden sowie eine kleine Feuerlöschübung. Besucher können jetzt zwischen einer Erwachsenenführung und einer Kinderführung, die nur wenige Jahreszahlen erwähnt und kleine Geschichten und Begebenheiten beinhaltet, wählen. Am Ende wird sogar auch ausgefragt. In den kommenden Wochen stehen noch der Besuch einer Schulklasse, sowie der von pensionierten Schulräten und einer Gruppe von Privatleuten aus dem Sulzbacher Raum an.

Die Museumsleiterin berichtet weiterhin, dass man im Herbst 2020 ein Außenlager für die vorhandenen Großexponate anmieten konnte, nach dem man seit Jahren Ausschau gehalten hatte. Sie dankte dem städtischen Bauhof, der in nur wenigen Tagen die Zusammenlegung der kleinen Außenlager ermöglichte.

Der Einsatz eines Besucherzählers, der in der letzten Versammlung angekündigt worden war, ist umgesetzt und hat sich als positiv erwiesen. Durch den Förderverein wurden im Berichtszeitraum verschiedene Exponate angeschafft, darunter so Kurioses wie die erste Telefonanlage aus dem Rathaus oder ein Notsarg. In den letzten zweieinhalb Jahren hat die Museumsleiterin insgesamt 42 Haushalte besuchen dürfen und nach Ausstellungsstücken für das Museum geforscht.

Marion Ringl hat inzwischen auch die Verantwortung für das Lodes-Museum übernommen, nachdem Josef Schaller hierfür nicht mehr zur Verfügung steht. Bürgermeister Joachim Neuß und Marion Ringl bedankten sich bei Schaller für den Aufbau des Museums, die Aufarbeitung des künstlerischen Nachlasses von Dr. Rudolf Lodes und sein Engagement über 10 Jahre hinweg mit einem Geschenkkorb. Tatkräftig unterstützt wurde er dabei von Georg Büttner und dem kürzlich verstorbenen Josef Felser. Ringl wird nun zusammen mit Georg Büttner eine neue Konzeption erstellen und künftige Ausstellungen planen.

Im Stadtarchiv war während der Coronazeit einiges los, erzählte Archivleiterin Doris Bundscherer. Einige Leute nutzten ihre freie Zeit für Familienforschung. Das Archiv erhielt viele Anfragen, die teilweise sehr umfangreich und zeitaufwändig zu bearbeiten waren. Für solche Anfragen hat das Archiv im Mai letzten Jahres ein zusätzliches Mittel zur Hand bekommen: Die Stadt erwarb von Kugler dessen Datenbank, die er im Zuge seiner Recherchen für seine Häuserchronik angelegt hatte. Außerdem sind darin die Daten aller Personen aus der Einwohnermeldekartei und den Standesamtsbüchern im Archiv erfasst, die nicht mehr vom Datenschutz betroffen sind, so dass inzwischen ca. 40.000 Personen erfasst sind. Die Datenbank wird ständig erweitert und sei, so Bundscherer, eine große Bereicherung für das Archiv.

Heimatforscher, Studenten und Schüler nutzen das Archiv zu den verschiedensten Themen. Die Lehrer der vierten Klassen der Auerbacher Grundschule haben einen Besuch des Stadtarchivs mit ihren Schülern im Rahmen des Heimat- und Sachkunde-unterrichts eingebaut.

Auf einen Tipp von Stadtrat Herbert Appl hin konnte das Archiv ein besonderes Buch erwerben, “E funere Phoenix“ stammt von Wolfgang Rinswerger, einem Abt aus dem Kloster Michelfeld und ist aus dem Jahr 1729. Das Herzensthema der Archivleiterin ist die Köstler-Chronik und ihrer Übertragung. Doris Bundscherer bedankte sich in diesem Zusammenhang bei den rührigen Übersetzern der Chronik, Gerhard Heringklee, der den ersten Band übertragen hat, Manfred Döbereiner für Band 2, er arbeitet derzeit am Band 3, Michael Suttner für die Bände 10, 11, 20, er arbeitet am Band 12. Richard Haberberger hat die Bände 4, 5, 13, 15A, 15B und 18 transskripiert, er arbeitet weiter an den Bänden 6 und 7. Dank galt auch Hans-Jürgen Kugler für die Bände 16 und 17, die er in Vorbereitung für seine Häuserchronik übertragen hat und Inge Gradl, die den Band 21 für sich privat übertragen hat und dem Archiv zur Verfügung stellte. Ein weiterer Dank galt dem Ehepaar Walter aus Würzburg für den Band 26. Dieser Band umfasst die Chronik von Haag und wurde bereits 2012 zum 75. Jahrestag der Auflösung Haags übertragen.

Kassier Georg Büttner berichtet über die positive Finanzlage des Vereins. Vorsitzender Joachim Neuß erklärte dazu, dass Ausgaben nur für Exponate getätigt werden, die den Verein bereichern. Die beiden Revisoren, Herbert Appl und Dr. Edmund Goß, haben die Kassenführung und jeden einzelnen Posten geprüft und konnten eine gewissenhafte, klare und fehlerfreie Kassenführung bestätigen. Die Entlastung des Kassiers und der Vorstandschaft erfolgte einstimmig.

Die Neuwahlen erbrachten fast unveränderte Kontinuität im Vorstand: Erster Vorsitzender bleibt Joachim Neuß, seine Stellvertreterin Doris Bundscherer. Schriftführerin ist weiterhin Marianne Mimler-Hofmann, Kassier bleibt Georg Büttner. Als Beisitzer wurden Horst Rössl, Marion Ringl, Rudi Weber, Sieglinde Grüner-Kubitza und Rudi Lutye gewählt. Revisoren sind weiterhin Herbert Appl und Dr. Edmund Goß.

In der anschießenden Fragestunde erkundigte sich Gerhard Janner nach dem Verbleib des schmiedeeisernen Kreuzes, das wegen der Sanierung des Friedhofs seinen Platz verloren hat. Eugen Eckert erklärte, dass dieses inzwischen sandgestrahlt und neu lackiert einen würdigen Platz beim oberen Eingang zum alten Friedhof in Gunzendorf gefunden hat.



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